Lehrwerkstätten

Durch unsere Ausbildungspatenschaften ist es uns mittlerweile gelungen, fünf verschiedene Lehrwerkstätten aufzubauen, die jungen Nepalesen, deren Fertigkeiten und Interessen mehr im handwerklichen Bereich liegen, eine anspruchsvolle und würdige Lehre zu ermöglichen. Die verschiedenen Werkstätten arbeiten auch zusammen – etwa bei der Fertigung der gerade in Kindergärten, Volksschulen und Seniorenheimen sehr beliebten Spieleteppiche (siehe unten).

 

Momentan unterhält das Projekt Österreichdorf

  • eine Teppichknüpferei
  • eine Tischlerei
  • eine Schnitzerei
  • eine Holzbemalungswerkstätte
  • und eine Schneiderei

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Teppichknüpferei

Die Teppichknüpferei ist der älteste Teil des Projektes. 1988 wurde sie als erste Teppichfabrik unter Ausschluss von Kinderarbeit gegründet. Schon damals wurde den Teppichknüpfern und –knüpferinnen ein überdurchschnittlich hoher Lohn bezahlt – um das schlechte Bild des Teppichknüpfers aufzuwerten, Qualität zu sichern und den Menschen ein würdiges Leben zu ermöglichen. Die Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden auf unsere Kosten eingeschult – und das wurde letztlich die Initiative für die Gründung der Himalayan Happy Children Academy (bzw. damals noch Himalayan Helpless Child Academy). Vier Lehrer unterrichteten anfangs die Kinder unserer Mitarbeiter. Mittlerweile ist die Schule auf 13 Klassen und 16 Lehrer gewachsen.

 

Die Ursprünge der Teppichknüpferei liegen in der grausamen Verfolgung und Vertreibung der Tibeter aus ihrem angestammten Hochland durch die chinesische Regierung. Die Flüchtlinge fanden Zuflucht in Nepal und ließen dort ihr Kulturgut weiterleben. Die Kunst der Teppichknüpferei ist ein wichtiger Bestandteil der tibetischen Kultur. Die tibetische Knüpftradition fertigt in 14 Arbeitsgängen Teppiche von höchster Qualität und Einzigartigkeit: keine zwei tibetische Teppiche gleichen einander.

Aktuell arbeiten in unserer Teppichfabrik 30 Knüpferinnen, die tibetisches Kulturgut auf diese Weise für die Nachwelt erhalten. Im Laufe der letzten dreißig Jahre wurden so etwa 10.000 Teppichunikate hergestellt. Unser Ziel ist, den Beruf des Teppichknüpfers aufzuwerten und junge Talente auszubilden, indem wir keine billigen Massenprodukte erzeugen, sondern Meisterwerke von einzigartigem Niveau fertigen. Wir begreifen uns als Spezialist für Maßanfertigungen und setzen Konzepte um, die es nirgends sonst gibt – etwa Spieleteppiche für Kinder und Senioren.

Finden Sie die Idee gut? Hier gibt's mehr Infos zu den Ausbildungspatenschaften!

Auf diese Weise sind die Teppichfabrik und die anderen Lehrwerkstätten auch ein wirtschaftlicher Motor für das Entwicklungshilfeprojekt Österreichdorf. Nehmen Sie sich ein paar Minuten und stöbern Sie durch die Collection:
www.mayer-teppiche.at